Wir freuen uns, einen Gastbeitrag unseres Partners Gill Marine zu präsentieren. Die Spezialisten für Performance auf dem Wasser gehören zu den führenden Anbietern technischer Bekleidung und sorgen bereits seit 1975 dafür, dass Menschen auf dem Wasser trocken, komfortabel und gut geschützt unterwegs sind. Wer könnte also besser erklären, worauf es bei einem Neoprenanzug für den Sommer wirklich ankommt?
Längere Tage und wärmere Luft machen den Sommer zur perfekten Jahreszeit, um möglichst viel Zeit auf dem Wasser zu verbringen. Doch auch wenn sich die Temperaturen an Land angenehm sommerlich anfühlen, sieht es im Wasser oft ganz anders aus.
Bei Gill entwickeln wir seit über 50 Jahren Neoprenanzüge und haben in dieser Zeit jede Menge Erfahrung gesammelt, was einen wirklich guten Wetsuit ausmacht. Im engen Austausch mit Athleten und Markenbotschaftern sowie durch die Auswertung von Kundenfeedback entwickeln wir unsere Neoprenanzüge kontinuierlich weiter. Dabei geht es nicht nur um eine optimale Passform und hohe Performance, sondern auch um neue und innovative Materialien.

Die Entwicklung der nächsten Generation des Dynamic Wetsuits begann mit einer einfachen Frage: Können wir die bewährte Performance bieten und gleichzeitig auf traditionelles Neopren verzichten?
Statt Nachhaltigkeit als teures Extra zu betrachten, suchte unser Designteam nach einem Material, das zum neuen Standard werden könnte. Nach umfangreichen Materialtests und Praxiserprobungen war die Lösung gefunden: BIO Foam.
Das Material kombiniert erneuerbare Materialien wie Naturkautschuk und organische Harze mit der Flexibilität und Strapazierfähigkeit, die Segler von einem Gill Neoprenanzug erwarten.
Bei der weiteren Entwicklung stand im Mittelpunkt, den Wetsuit so komfortabel und unkompliziert wie möglich zu machen. Dank der außergewöhnlichen Vierwege-Stretch-Eigenschaften von BIO Foam konnten wir unsere typische Front-Entry-Konstruktion beibehalten, ohne auf einschränkende Klettverschlüsse an den Schultern zurückgreifen zu müssen.
Das Ergebnis: ein Neoprenanzug, in den du schnell hineinschlüpfen kannst, der sich natürlich mit deinem Körper bewegt und genau den Komfort und die Performance bietet, für die Dynamic Long Jane und Long John besonders bei Einsteigern und Gelegenheitssportlern beliebt sind.
Und das ist erst der Anfang: Ab Anfang nächsten Jahres soll BIO Foam in weiteren Modellen der Gill Neoprenkollektion zum Einsatz kommen.
Egal ob du segelst, paddelst, surfst oder schwimmst: Der richtige Neoprenanzug kann einen großen Unterschied machen – bei Komfort, Performance und deinem Gefühl auf dem Wasser. Darauf solltest du bei der Wahl deines Sommer-Wetsuits achten:

1. Wähle die richtige Materialstärke
Einer der wichtigsten Faktoren ist die Dicke des Materials. Sommer-Neoprenanzüge sollen dich warmhalten, gleichzeitig aber genügend Bewegungsfreiheit bieten und verhindern, dass du bei sportlicher Aktivität überhitzt.
Als grobe Orientierung:
2 mm – Ideal für warme Sommertage und bewegungsintensive Wassersportarten.
3/2 mm – Ein vielseitiger Allrounder für wechselnde Bedingungen sowie kühlere Morgen- und Abendstunden.
4/3 mm und mehr – Eher für kaltes Wasser oder für den Saisonstart und das Saisonende geeignet.
2. Achte auf maximale Bewegungsfreiheit
Egal ob du Segel trimmst, paddelst oder schwimmst: Du solltest dich jederzeit frei bewegen können.
Achte deshalb auf einen Neoprenanzug aus flexiblem Material mit ergonomisch geschnittenen Einsätzen, die sich deinen Bewegungen anpassen.
Dehnbare Materialien sorgen dafür, dass du bei längeren Sessions weniger schnell ermüdest. Außerdem kannst du den Anzug leichter an- und ausziehen.
Die ZenLite und ZenTherm Kollektionen von Gill für Herren, Damen, und Junioren bestehen aus X4 Super-Stretch-Neopren. Mit bis zu doppelt so viel Stretch wie herkömmliches Neopren bieten diese Modelle besonders viel Bewegungsfreiheit.

3. Denk an deine Sportart
Jede Wassersportart stellt andere Anforderungen an deine Ausrüstung.
Segeln: Verstärkungen an Knien und Gesäß schützen vor Abrieb durch Decks und andere Oberflächen an Bord.
Paddelsport: Möglichst viel Bewegungsfreiheit im Schulterbereich hilft dabei, bei wiederholten Paddelbewegungen weniger schnell zu ermüden.
Surfen und Schwimmen: Leichte, körpernah geschnittene Modelle sorgen für mehr Komfort und Beweglichkeit.
Allgemeiner Wassersport: Ein vielseitiger Neoprenanzug, der Wärme, Strapazierfähigkeit und Flexibilität kombiniert, ist häufig die beste Wahl.
Wenn du einen Wetsuit passend zu deiner Sportart auswählst, profitierst du nicht nur von mehr Komfort, sondern meistens auch länger von deinem Neoprenanzug.
4. Die Passform muss stimmen
Ein Neoprenanzug sollte eng am Körper sitzen, ohne deine Atmung oder Bewegungsfreiheit einzuschränken.
Durch die körpernahe Passform bleibt eine dünne Wasserschicht zwischen deiner Haut und dem Neopren. Dein Körper erwärmt dieses Wasser und sorgt so für die isolierende Wirkung.
Ist der Anzug dagegen beispielsweise am unteren Rücken, unter den Armen oder in den Kniekehlen zu locker, kann ständig kaltes Wasser hineinlaufen. Dadurch verliert der Wetsuit einen Teil seiner isolierenden Wirkung.
5. Schau dir die Nähte an
Auch die Verarbeitung der Nähte beeinflusst Komfort und Funktion deines Neoprenanzugs.
Flatlock-Nähte sind leicht und atmungsaktiv und eignen sich deshalb besonders gut für wärmere Bedingungen.
Verklebte und blind vernähte Nähte lassen weniger Wasser eindringen und bieten mehr Wärme, wenn du längere Zeit in kälterem Wasser unterwegs bist.
Für die meisten Wassersportaktivitäten im Sommer bieten Flatlock-Nähte eine sehr gute Kombination aus Komfort, Funktion und Preis.
Der Gill Dynamic Long John und Long Jane verfügt über Flatlock-Nähte und ist ärmellos. Damit eignet er sich besonders gut für wärmere Temperaturen. Je nach Wetter und Wassertemperatur kannst du ihn mit zusätzlichen Schichten kombinieren.
6. Welches Einstiegssystem passt zu dir?
Neoprenanzüge gibt es mit unterschiedlichen Reißverschluss-Systemen.
Back Zip: Der Reißverschluss befindet sich am Rücken. Diese Variante lässt sich besonders leicht anziehen und eignet sich gut für Gelegenheitssportler.
Chest Zip: Der Einstieg erfolgt über den Brustbereich. Diese Konstruktion bietet mehr Flexibilität und reduziert das Eindringen von Wasser.
Zip Free: Modelle ohne Reißverschluss bieten maximale Bewegungsfreiheit, können beim Anziehen allerdings etwas mehr Einsatz verlangen.
Welche Variante für dich die beste ist, hängt vor allem von deinen persönlichen Vorlieben und davon ab, wie häufig du deinen Wetsuit nutzt.

7. UV-Schutz nicht vergessen
Auch wenn du mehr Zeit über als unter Wasser verbringst, bietet ein Neoprenanzug wertvollen Schutz vor der Sonne.
Lange Ärmel und Beine reduzieren die UV-Belastung und schützen gleichzeitig vor Windchill und Abrieb.
So pflegst du deinen Neoprenanzug richtig
Die richtige Pflege ist entscheidend, damit dein Wetsuit lange leistungsfähig bleibt und du möglichst viele Abenteuer damit erleben kannst.
Für erfahrene Wassersportler ist es wahrscheinlich selbstverständlich, trotzdem ist es wichtig: Wir empfehlen nicht, einen Neoprenanzug in der Waschmaschine zu waschen. Der Waschgang kann die Struktur und Funktion des Neoprens beschädigen.
Stattdessen empfehlen wir folgende Pflege:
Vorbereitung
Drehe deinen Neoprenanzug auf links.
Waschen
Wasche ihn von Hand mit lauwarmem Wasser und Nikwax Wetsuit Refresh.
Verwende keine normale Seife oder Waschmittel. Diese können vom Neopren aufgenommen und später beim erneuten Kontakt mit Wasser wieder freigesetzt werden.
Spüle besonders Bereiche wie die Achseln und den Schritt gründlich aus.
Nikwax Wetsuit Refresh hilft dabei, deinen Neoprenanzug und andere Ausrüstung aus Neopren in Topform zu halten und ihre Lebensdauer zu verlängern. So kannst du deine Zeit auf dem Wasser noch länger genießen.
Trocknen
Hänge deinen Wetsuit auf einen Kleiderbügel und lasse ihn an der Luft trocknen. Am besten funktioniert das draußen, allerdings solltest du direkte Sonneneinstrahlung vermeiden.
Achte darauf, dass der Neoprenanzug vollständig trocken ist, bevor du ihn verstaust.
Lagere ihn außerdem nicht an einem warmen oder feuchten Ort.


